Nachtrag: Das Briefgeheimnis in der digitalen Welt

Als Nachtrag zu meinem vor mehr als 2 Jahren hier veröffentlichten Artikel „Das Briefgeheimnis in der digitalen Welt„, kann ich nun berichten, dass die Deutsche Post laut eigenen Angaben eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den E-Postbrief anbieten möchte. Golem berichtete gestern über die Pressemitteilung der Deutschen Post. Stellt sich nur noch die Frage: Wie wird diese Verschlüsselung technisch realisiert und werden dabei offene Standards verwendet?
Meine persönliche, aber wohl doch eher utopische Hoffnung wäre die Öffnung des E-Postbriefs hin zu den bekannten und offenen E-Mail Protokollen. Wie auch schon damals in meinem Artikel gefordert, wäre es meiner Meinung nach sehr wünschenswert ein leicht zu bedienendes E-Mail Portal mit den bereits bekannten Verfahren PGP oder S/MIME auszustatten. Die Leistung der Post bestünde dann nicht mehr in der Server-seitigen Verschlüsselung der E-Mail bzw. des E-Postbriefs, denn dies würde der Nutzer auf seinem Client durchführen, sondern viel eher in dem Transport und der Zustellung, sowie der Anbindung Papier-gebundener Dienstleistungen. Auch ein standardisierter Verzeichnisdienst in dem die öffentlichen Schlüssel der potenziellen Empfänger gespeichert wären, wäre denkbar.
In diesem Sinne: Abwarten, ob die Deutsche Post sich offenen Standards öffnet oder weiterhin proprietär abgeschottet agieren wird.

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