Die besseren Argumente?

Die Befürworter von Stuttgart 21 bescheinigen sich selbst, dass sie die besseren Argumente hätten. Warum man dann zu diffamierenden Aussagen wie Pfarrer Bräuchle oder Thomas Stroble, CDU Generalsekretär in Baden Württemberg, greifen muss ist mir schleierhaft.
In einem Newsletter unterschreibt Herr Stroble ein Bild von Walter Sittler, der den bürgerlichen Protest gegen Stuttgart 21 leitet, einem Zeitungsbericht zufolge mit folgenden Worten:

Sein Vater war Nazi-Funktionär und arbeitete für Reichspropagandaminister Joseph Goebbels

So und das ist eines von den besseren Argumenten?
Wenn man sich die Schlichtungen so ankuckt, kann es wirklich sein, dass dies das beste Argument ist, das für den Tiefbahnhof spricht. Aber ich muss mich doch mal wieder fragen, ob das wirklich der Umgangston ist den wir in Deutschland in Politik und Gesellschaft pflegen wollen.
In meinen Augen hat niemand niemals das Recht einem Anderen einen Vorwurf wegen seiner Familie oder seiner Eltern zu machen. Ein Mensch kann man nur auf Basis seiner Handlungen und nicht wegen seiner Familie bewertet werden. Der einzige der sich hier diskreditiert ist Thomas Stroble selbst.
Wenn das überhaupt geht…
Wer als Vorsitzender des Wahlprüfungsausschuss folgende Aussage macht, hat in meinen Augen nichts im Paralament verloren:

Ich bin als Abgeordneter nicht dazu da, zu kontrollieren, ob die Exekutive ihre Arbeit richtig macht

In diesem Sinne: Oben Bleiben, für mehr Hirn in der Politik.
Nachtrag:
Hier findet sich ein Screenshot des Newsletters.

2 Gedanken zu „Die besseren Argumente?“

  1. Politik ist ja nicht so mein Themengebiet… aber ich hab einem Kollegen mal den Blogeintrag gezeigt, weil er politisch „sehr engagiert“ ist. Sein Kommentar hierzu war wie folgt:
    „Die CDU soll bloß die Klappe halten. Die haben Hitler die Tür aufgemacht für seine Machtergreifung und haben dann in den 50ern Ex-Nazis in die eigene Partei integriert die dadurch sogar Bundeskanzler und Bundespräsident geworden sind.“
    Was denkt ihr?

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